Blue-White

Chapter I

 

 

Das Tal scheint wie verwunschen; heimtückisch scheucht der Nordwind aus dem Hinterhalt die Mücken durch die Luft.

Die frisch aufgegangene Sonne bettet sich schläfrig in den grauen Wolken. Anmutig steigt ein Geier in die luftigen Höhen empor.

Von ferne klingt eine einsame Melodei, deren Schönheit die Welt nicht erdacht haben kann. Doch wo entstand diese Musik, wo nisten die holden Töne? Und Wahrlich, welch Wunderding ist’s, das diese Musen von sich gibt? Das Geheimnis liegt tief wie der Witwe Trauer verborgen im Tale.

Doch bläst der Wind gar ungestüm, als wollt’ er sie nun stillen; und die armseligen Hütten, ihre Bretter klappern, zittern wie im Rausch der Angst.

Heulen tut’s nun vor Mordlust, reißt den letzten Grashalm aus dem unfruchtbaren Boden

Und sonnt sich in der Unschuld Qualen.

 

 

Was jenes Dorf einst um den Frieden brachte, was stetig stoppt die junge Lieb’ und Freud- nicht weiser Rat , nicht eben jene Melodei voll Kummer vermag es genau zu sagen.

Das Erdreich, gar arm an edlem Metall, welches doch so schön tut machen unsre aller Irdenwandeln birgt kein Würzlein, sei’s noch so ein winz’ Ding; kein grün, kein farbig’ Blümchen reckt sich keck der glühenden Sonne entgegen.

Oh doch, sieh da, zwei Bäume , gar Grosse, haben Platz in der Mitte; doch ziert sie kein Blättchen, kein bunt’ Knösplein; nein, kahl ist das Geäste, schwarz das alte Holz.

Nicht die Ältesten entsinnen sich des Tages, an dem sie einst in voller Pracht standen, nicht der Stund’ zu der sie dörrten- doch ein jedes Kind weiss der Legende.

 

 

Ja die Legende, derer sie sich zeitweilend versuchen zu erfreuen, die Dorfbewohner, ist ein Schatten der Erinnerung an fröhliche Tage.

 

 

Die Legende besagt, dass das Leben im Tale einst voller Labsal und Liebe war, die Felder waren voller Korn, das Vieh recht fett und niemand musste alleine leben.

Bis eines Tages denn eine große Seuche die Kinder des Tales ums morgentaudurchtränkte Leben brachte, alle außer Waltraut und Gordon.

Alles trauerte, die Frauen jagten vom Kummer erblindet schreiend durch die Straßen; die Männer betranken sich in der Dorfkneipe.

Doch Waltraud und Gordon begruben die Kinder unter just den zwei Bäumen und pflanzten Veilchen und Tulpen in mannigfacher Weise darüber.

 

 

Dann kam die Nacht, welche die Dorfleute auch heute noch „Nacht des Windes“ nennen, in welcher der Wind voller Zorn über das Sterben jedes Kräutlein, jeden noch so starken Baum aus der Erde riss, doch die Bäume und Blumen am Grab der Kinder ließ er stehen. Dann kam ein Regen, der alles aus dem Boden wusch, was an Mineral und Metall zu finden war.

Seit jeher wüten Wind und Regen jedes Jahr in jener Nacht. Der Nacht des 13. Novembers.

 

 

Der Zustand des Tales besserte sich nicht; kein Kraut mehr wollte gedeihen, kein Halm wagte es zu wachsen. Und auch- oh Trauer! – die wunderschönen Blumen und beide Bäume über dem Grabe verschieden. Die Bäume werden seitdem „die Bäume des Todes“ genannt.

 

 

Laut der Überlieferung gibt es eine Möglichkeit zur Rettung des Tales- die Nachkommen von Gordon und Waltraud.

 

 

 hahaha Schrott

 





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